Beschreibung
TILT, Abkürzung für Things I Listened To, ist eine Web-Anwendung, die den eigenen Musikstreamingverlauf von Spotify, Apple Music oder YouTube Music analysiert und visualisiert. Welche Titel habe ich an einem bestimmten Tag gehört? Was sind meine meistgestreamten Interpreten und Alben? Zu welchen Uhrzeiten höre ich am häufigsten Musik? Diese und weitere Fragen kann TILT beantworten. Die eigenen Daten verlassen dabei niemals das eigene Gerät, denn die Auswertungen geschehen vollständig im Browser – als Progressive Web App funktioniert TILT sogar offline.
TILT macht sich hierfür die Datenschutzgesetze der EU zunutze: Streamingdienste bieten nämlich die Möglichkeit, eine Kopie der gespeicherten Nutzerdaten zu exportieren. Darin eingeschlossen ist der eigene Hörverlauf, der konkret in Form von CSV- oder JSON-Dateien bereitgestellt wird. TILT liest diese Dateien aus, strukturiert diese intern in eine datenbankähnliche Form und bereitet die Streamingdaten für folgende Funktionen auf:
Ein Dashboard mit allerhand Statistiken, z. B. gesamte Hörzeit, Verteilung über Tages- und Wochenzeiten sowie Charts der meistgehörten Titel, Interpreten und Alben.
Ein Browser, mit dem gezielt der Verlauf einzelner Tage betrachtet werden kann.
Eine Suchfunktion zum Finden bestimmter Titel oder Interpreten.
Detailansichten mit Statistiken zu einzelnen Titeln oder Interpreten.
Der Export der eigenen Daten dauert bei den Streamingdiensten teilweise mehrere Tage. Wer nicht so lange warten will, kann TILT über einen Demo-Modus mit zufällig generierten Dummy-Daten ausprobieren.
Eine kleine Zeitreise
Bei einem Tool, das sich mit der Vergangenheit beschäftigt, ist es nicht ganz abwegig, mal über die Vergangenheit zu sprechen. Die Entwicklung an TILT begann gegen Ende 2022 – noch unter dem Arbeitstitel Spotify History Viewer – als persönliches Lernprojekt, um mich mit React vertraut zu machen. Die Idee, eine Anwendung zu bauen, die einem die eigenen Hörgewohnheiten aufzeigt, hatte es mir angetan. Wozu auf Spotify Wrapped warten? Hier eine Ansicht einer frühen Version der Anwendung:

Als ich mich Anfang 2023 meiner Bachelor-Thesis zuwendete, verstaubte das Projekt halbfertig in meinen digitalen Schubladen … bis 2026. Das Entwickeln von Software wurde durch Künstliche Intelligenz einmal auf links gedreht und so war es plötzlich ein Leichtes, die App nicht nur fertigzustellen, sondern auch um allerhand Features zu ergänzen. So folgten unter anderem die Umwandlung in eine PWA, die Unterstützung für weitere Streamingdienste und »ganz nebenbei« ein komplettes Redesign unter neuem Namen. So wurde aus dem ursprünglichen Lernprojekt für React eine Spielwiese, um die Möglichkeiten des Vibecodings zu verstehen und auszutesten.